Opernsaison 2016/2017

Auch in diesem Jahr bieten wir Ihnen ein ausgewähltes Live-Programm verschiedenster Aufführungen aus der "Opera National de Paris".
Seien Sie LIVE dabei und sichern Sie sich Ihre Karten! Diese sind ab 01.Juli.2016 erhältlich, entweder ONLINE oder an unserer KINOKASSE

Preise:
Normalpreis: 24€
Ermäßigter Preis: 19€ (Schüler, Studenten, Pensionisten)

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Donnerstag, 13. Oktober 2016 / 19:30 Uhr

Dauer: 2 Stunden 50 Minuten ( inklusive zwei Pausen; 20+25 Minuten)
Aufführung in Französisch mit deutschen Untertiteln


Oper in drei Akten und vier Szenen (1877)
Musik: Camille Saint-Saens
Libretto: Ferdinand Lemaire

Conductor: Philippe Jordan
Director: Damiano Michieletto
Setdesign: Paolo Fantin
Kostümdesign: Carla Teti
Beleuchtung: Alessandro Carletti
Chorleiter: José Luis Basso

Orchester und Chor der Pariser Oper.

Dalila: Anita Rachvelishvili
Samson: Aleksandrs Antonenko
Le Grand Pretre de Dagon: Egils Silins
Abimélech: Nicholas Testé
Un vieillard Hébreu: Nicola Cavallier
Un messager Philistin: John Bernard
Premier Philistin: Luca Sannai
Deuxième Philistin: Jian-Hong Zhao


Inhalt:
Am Himmel zucken bereits die Blitze, als Dalila ihrem Samson mit einer der schönsten Liebesarien der romantischen Oper ihre Liebe gesteht: „Mein Herz erschließet sich wie in der Glut deiner Liebe, wie dem Sonnenstrahl die Blüte.“ Eine verführerische und doch täuschende Schönheit… Als schließlich der Donner grollt, übt Dalila Verrat an Samson und liefert ihn seinen Feinden aus: „Kommt herauf, dieses Mal hat er mir sein Herz geöffnet“, fl üstern sie in der dunklen Nacht (Altes Testament, Buch der Richter). Die Inspiration für seine Oper, deren Uraufführung 1877 auf Drängen von Franz Liszt stattfi ndet, bezieht Camille Saint-Saëns aus einer biblischen Geschichte voller Gewalt und Erotik. Es sollte fünfzehn Jahre dauern, bevor das Werk im Pariser Palais Garnier zur Aufführung kam. Bei der ersten Vorstellung 1892 in Frankreichs Hauptstadt wurde der „Tanz der Priesterinnen Dagons“ aus einer früheren Schaffensphase gezeigt. Neben Faust und Carmen ist Samson und Dalila eines der weltweit meistgespielten Opernwerke. Mit der neuen Produktion unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan steht dieses Meisterwerk nach 25 Jahren erneut auf dem Spielplan der Pariser Oper.
Anita Rachvelishvili, die majestätische Darstellerin einer Femme Fatale, verkörpert die todbringende Priesterin in einer Inszenierung von Damiano Michieletto.

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Dienstag, 15. November 2016 / 19:30 Uhr

Dauer: 3 Stunden 25 Minuten ( inklusive 2x20 Minuten Pause)
Aufführung in Französisch mit deutschen Untertiteln


Oper in drei Akten (1881)
Musik: Jacques Offenbach
Libretto: Jules Barbier nach ules Barbier, Michel Carré

Conductor: Philippe Jordan
Director: Robert Carsen
Set- und Kostümdesign: Michael Levine
Beleuchtung: Jean Kalman
Choreografie: Philippe Giraudeau
Dramaturgie: Ian Burton
Chorleiter: José Luis Basso

Orchester und Chor der Pariser Oper.

Olympia: Sabine Devieilhe
Giulietta: Kate Aldrich
Antonia: Ermonela Jaho
La Muse / Nicklausse: Stéphanie d´Oustrac
Une Voix: Doris Soffel
Hoffman: Jonas Kaufmann
Spalanzani: Rodolphe Briand
Nathanael: Cyrille Lovighi
Luther / Creapel: Paul Gay
Andrès / Cohenille/ Pitichinaccio / Miracle: Roberto Tagliavini
Hermann: Laurent Laberdesque
Schlemil: Francois Lis

Inhalt:
Als sich Jacques Offenbach an die Komposition des Opernwerks Hoffmanns Erzählungen macht, hat er bereits einhundert Werke geschaffen. Diese letzte Oper des Komponisten, der noch während der Proben im Oktober 1880 verstirbt, ist eine wunderbare Synthese seines Lebenswerks mit lustigen, ernsten und fantastischen Elementen der komischen und der romantischen Oper sowie der französischen „Grand Opera“. In der Oper, die auf drei verschiedenen Erzählungen E.T.A. Hoffmanns basiert und zahlreiche Anspielungen auf Goethes Faust enthält, ist der deutsche Dichter selbst der Held, der uns von seiner Liebe zu drei Frauen erzählt: Olympia, Antonia und Giulietta. Obwohl das Werk in vielerlei Hinsicht unvollendet geblieben ist, hat es Robert Carsen mit seinem Sinn für Dramatik verstanden, eine spektakuläre und kohärente Inszenierung auf die Bühne zu bringen, die uns das melancholische Genie eines vom Leben gezeichneten Mannes enthüllt. Unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan interpretieren Sabine Devieilhe, Stéphanie d’Oustrac, Kate Aldrich, Yann Beuron und Jonas Kaufmann in der Titelrolle die geradezu mythischen Arien dieses Werks, die unsere großen Opernbühnen mit geheimnisvollem Leben erfüllen.

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Donnerstag, 8. Dezember 2016 / 19:30 Uhr

Dauer: 2 Stunde 35 Minuten ( inklusive einer 20 minütigen Pause)


Ballett in vier Akten
Libretto: Vladimir Begichev, Vassili Geltser
Musik: Piotr Iljitsch Tschaikowski
Choreografie: Rudolf Nurejew
Kostümdesign: Franca Squarciapino
Beleuchtung: Vinicio Cheli
Bühnenbild: Ezio Frigerio

Solotänzer, erste Tänzer und Ballettensemble der Pariser Oper
Musikalische Leitung: Vello Pähn
Orchester der Opéra national de Paris.

Inhalt:
Aus den Quellen alter slawischer und nordischer Legenden schöpfend, in denen die Fatalität den Kräften der Natur entspringt, hat der Schwanensee seinen eigenen Mythos geschaffen. Die erste Komposition Tschaikowskys für das Ballett ist von einer tiefen Sehnsucht geprägt, in der sich die eigene Erfahrung des Komponisten wiederspiegelt, für den die erträumte Liebe unerreichbar zu sein scheint. Das Werk bleibt allerdings unverstanden, bis ihm Marius Petipa 1895 seine eigene choreografi sche Lesart verleiht. Zusammen mit Lev Ivanov schafft er für die Tänzerinnen des Ballettkorps majestätische Figuren, die die Schwanentänzerin zum Leben erwecken. In der Freud’schen Version, die Rudolf Nurejew 1984 für das Pariser Ballet de l’Opéra kreiert, entzieht sich der vom bösartigen Rotbart manipulierte Prinz Siegfried der Realität von Macht und Heirat durch die Flucht in eine Traumwelt mit dem Zaubersee als Symbol für seine idealisierte Liebe. Nurejew macht den Prinzen zu einem ebenbürtigen Partner der Schwanenprinzessin und verleiht ihm dadurch eine neue psychologische Tiefe. Er zieht es vor, diesem spannungsgeladenen Meisterwerk ein tragisches und sehr viel besser mit der musikalischen Schrift harmonierendes Ende zu geben.

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Donnerstag, 16. Februar 2017 / 19:30 Uhr

Dauer: 3 Stunden 40 Minuten (inklusive einer 30 minütigen Pause)
Aufführung in Italienisch mit deutschen Untertiteln

Opera buffa (komische Oper) in zwei Akten (1790)
Musik: Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto: Lorenzo Da Ponte

Conductor: Philippe Jordan
Direktor and Choreografie: Anne Teresa De Keersmaeker
Setdesign und Beleuchtung: Jan Versweyveld
Kostümdesign: Dries van Noten
Dramaturgie: Jan Vandenhouwe
Chorleiter: Alessandro Di Stefano

Orchester und Chor der Pariser Oper

Fiordiligi: Jacquelyn Wagner
Dorabella: Michele Losier
Ferrando: Frédéric Antoun
Guglielmo: Philippe Sly
Don Alfonso: Paulo Szot
Despina: Ginger Costa-ackson

Solotänzer, erste Tänzer und Ballettensemble der Pariser Oper.

Inhalt:
Vom zynischen alten Philosophen Don Alfonso provoziert, beschließen zwei junge Idealisten, ihre Liebsten auf die Probe zu stellen. Die Liebe erteilt ihnen jedoch eine bittere Lektion: die Paare, die sich zunächst mit einem Phönix und mit Göttinnen vergleichen, entdecken schließlich das verlangende Begehren ihrer Körper… Wir schreiben das Jahr 1790, ein Jahr nach der französischen Revolution, als sich Mozart und Da Ponte ein letztes Mal zu einer Zusammenarbeit entschließen, um mit der Treue in der Liebe zu experimentieren. Das Besondere an der Musik von Così fan tutte ist ihre komplexe Symmetrie, die fröhliche und melancholische Elemente mit einem fast sakralen Charakter zueinander in Beziehung setzt. Es scheint, als solle uns jede einzelne Note auf einen unausweichlichen Verlust vorbereiten – den Verlust des Paradieses, den Verlust der Jugend, den Verlust eines geliebten Menschen – um eine Welt zu schaffen, in der sich alles verändert und alles in Bewegung ist. Dieses Labor der Erotik hatte zwangsläufig eine inspirierende Wirkung auf die Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker, die es versteht, die unterschiedlichen Werken zugrundliegende Geometrie auf der Bühne sichtbar zu machen. Mit sechs aus je einem Sänger und einem Tänzer bestehenden Paaren setzt sie das körperliche Verlangen in Szene, das Menschen vereint und trennt, gleich den Wechselwirkungen zwischen Atomen und Molekülen, deren Trennung die Möglichkeit neuer Verbindungen schafft.


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Donnerstag, 23. März 2017 / 19:30 Uhr

Dauer: 2 Stunden (inklusive einer 20 minütigen Pause)


Ballet
Nach William Shakespeare "A Midsummer Night´s Dream"
Musik: Felix Mendelssohn-Batholdy

Choreografie: George Balanchine
Set- und Kostümdesign: Christian Lacroix
Beleuchtung: Mark Stanley

Conductor: Simon Hewett
Chorleiter: José Luis Basso

Solotänzer, erste Tänzer und Ballettensemble der Pariser Oper, sowie der Balletschule.
Chor und Orchester der Pariser Oper.

Solisten: Pranvera Lehnert, Anne-Sophie Ducret

Inhalt:

Zahlreiche Choreografen haben den Stoff für ihre Dramen aus den Werken Shakespeares bezogen, angefangen bei Jean-Georges Noverre, einem überzeugten Verfechter des Balletts als ausdrucksstarke Pantomime, und Marius Petipa, der als erster die Bühnenmusik von Mendelssohn verwendet hat. Von dieser Partition begeistert hat es ihnen George Balanchine gleichgetan und 1962 seine Version der Komödie von William Shakespeare für das New York City Ballet geschaffen. Getreu seinem charakteristischen Vokabular in Verbindung mit einer subtilen Pantomime präsentiert er in zwei Akten und sechs Bildern eine komplexe Handlung. Am Hof von Theseus, dem Herzog von Athen, und seiner Verlobten Hippolyta, der Königin der Amazonen, entspinnt sich ein Streit zwischen dem König der Elfen und der Königin der Feen, in den sich der Hofnarr Puck mit seinem Zaubertrank und eine Laienspieltruppe einmischt. Die Geschichte findet ein glückliches und musikalisch virtuoses Ende. Ein Sommernachtstraum ist eines des wenigen narrativen Ballettwerke von George Balanchine, das in das Repertoire des Ballettensembles der Pariser Oper aufgenommen wurde. Die Verantwortung für das Bühnenbild und die Kostüme trägt niemand geringeres als der Bühnenmeister Christian Lacroix.


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Dienstag, 25. April 2017 / 19:00 Uhr

Dauer: 4 Stunden 20 Minuten (inklusive 2x25 Minuten Pause)
Aufführung in Russisch mit deutschen Untertiteln.


Oper in vier Akten (1882)
Musik: Nikolai Rimski-Korsakov
Libretto: Nikolai Rimski-Korsakov nach Alexandre Ostrovski

Conductor: Mikhail Tatarnikov
Direktor, Set- und Kostümdesign: Dmitri Tcherniakov
Beleuchtung: Gleb Filshtinsky
Chorleiter: José Luis Basso

Orchester und Chor der Pariser Oper.

Snegourotchka: Aida Garifullina
Lel: Rupert Enticknap
Kupava: Martina Serafin
La Fée Printemps: Luciana D´Intino
Bobylicka: Carole Wilson
L´Esprit des bois: Vasily Efimov
Un page: Olga Oussova
Le tzar Berendei: Ramón Vargas
Mizguir: Thomas Johannes Mayer
Le bonhomme Hiver: Vladimir Ognovenko
Bobyl Bakula: Vasily Gorshkov
Bermiata: Franz Hawlata
Premier Héraut: Vincent Morell
Deuxième Héraut: Pierpaolo Palloni

Inhalt:
Es geschah vor langer, langer Zeit im sagenumwobenen Königreich des Zaren Berendei, als aus der Liebe zwischen der Frühlingsfee und Vater Frost eine Tochter mit Namen Schneeflöckchen (russisch Sneguro?ka) hervorgegangen war. Die Eltern schützten ihr Kind vor dem eifersüchtigen Sonnengott Jarilo, der Schneefl öckchen zum Tode durch Schmelzen verurteilt hatte, wenn sie sich als junges Mädchen einem Menschen in Liebe hingeben würde. Schneeflöckchen wird dem Waldgeist anvertraut… Rimski-Korsakov lag diese Oper, die er selbst als ein Meisterwerk betrachtete, ganz besonders am Herzen und so schrieb er zehn Jahre nach der Uraufführung: „Wem Sneguro?ka nicht gefällt, der hat weder meine Musik noch meine Person verstanden.“ Schneefl öckchen ist ein Meisterwerk der slawischen Volksliteratur und bringt eine in einem rauen Klima entstandene Märchenwelt auf die Bühne.
Aida Garifullina interpretiert Schneeflöckchen unter der musikalischen Leitung des jungen Orchesterchefs Mikhail Tatarnikov in einer Inszenierung von Dmitri Tcherniakov.


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Dienstag, 20. Juni 2017 / 19:30

Dauer: 3 Stunden 10 Minuten (Inklusive einer 30 minütigen Pause)
Aufführung in Italienisch mit deutschen Untertiteln.

Dramma giocoso (lustiges Drama) in zwei Akten (1817)
Musik: Gioacchino Rossini
Libretto: Jacopo Ferretti nach Charles Perrault, Cendrillon

Conductor: Ottavio Dantone
Director: Guillaume Gallienne
Artistic collaboration: Marie Lambert
Setdesign: Éric Ruf
Kostümdesign: Olivier Bériot
Beleuchtung: Bertrand Couderc
Chorleiter: José Luis Basso

Orchester und Chor der Pariser Oper.

Don Ramiro: Juan José De León
Dandini: Alessio Arduini
Don Magnifico: Maurizio Muraro
Clorinda: Chiara Skerath
Tisbe: Isabelle Druet
Angelina: Teresa Iervolino
Alidoro: Roberto Tagliavini

Inhalt:
„Bevor der Karneval zu Ende geht, wird ganz Rom Aschenputtel lieben…“ sagte Rossini 1817 nach der erfolglosen Uraufführung, überzeugt, dass sich der Kürbis doch noch in eine prunkvolle Kutsche verwandeln würde. Die Zukunft sollte ihm Recht geben. Beim Wandel vom Volksmärchen zum Opernwerk wurde die bescheidene Magd allerdings aller magischen Elemente beraubt und so kennt das Opernwerk keine Fee, die mit ihrem Zauberstab Mäuse in Pferde, Ratten in Kutscher und Eidechsen in Lakaien verwandelt. Es ist auch kein gläserner Pantoffel, sondern ein Armreif, den die Schöne in voller Absicht dem Prinzen überlässt, damit dieser sich auf die Suche nach ihr begibt. Die Aufklärung hat ganz Europa erfasst und La Cenerentola konzentriert sich auf das Wesentliche: die Oper widmet sich der sozialen Andersartigkeit und zeigt, dass es unter Lumpen durchaus Krinolinen zu entdecken gibt. Guillaume Gallienne, Mitglied der Comédie-Française, realisiert hiermit seine erste Inszenierung einer Oper.